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Aromatherapie – Ätherische Öle und Aromaöl

Flaschen mit ätherischem Öl

Flaschen mit ätherischem Öl. Deedster Pixabay

Ätherische Öle und Aromaöle sind etabliert in der Alternativmedizin insbesondere der Aromatherapie. Verschiedene Aromen werden weiterhin unterstützend in der Homöopathie eingesetzt. Darüber hinaus findet der Einsatz auch ganz einfach (und völlig unwissenschaftlich) nach Lust und Laune und nach persönlichen Vorlieben statt. Der persönliche Geschmack und das persönliche Empfinden werden zu oft unbeachtet gelassen. Sowohl beim Essen als auch beim normalen Riechen kommen die Duftrezeptoren in der Nase zum Einsatz. Dass beim Essen die Geschmäcker verschieden sind, ist jedem klar und allgemein akzeptiert. Geht es jedoch um das Riechen, so ist dies schon schwieriger. Oft werden verschiedenen Düften spezifische Wirkungen zugeschrieben. Aber ganz so einfach ist dies nicht. Auch hier hat die individuelle Ausprägung der Person einen wichtigen Einfluss auf die tatsächliche Wirkung.

Aroma: ein Wispern, das die Nase hört.

Sprichwort

Ätherische Öle und Aromaöl in der Aromatherapie

Allgemeine Aussagen wie: „Rosenduft wirkt beruhigend“ sind sehr pauschal, ohne die jeweiligen persönlichen Vorlieben zu berücksichtigen. Dies wird auch dem individuellen Ansatz der Aromatherapie gerecht. Im Einzelfall kann die persönliche Reaktion auf ein Aroma ganz anders aussehen, als dies im Durchschnitt aller Menschen der Fall ist und wie es allgemein vorhergesagt wird. Vielleicht hat jemand bei einem ganz bestimmten Duft eine schlechte Erfahrung gemacht und verbindet diesen Duft jetzt immer genau mit diesem Stressgefühl – dann kann der Entspannungseffekt sich sehr schnell in das Gegenteil verkehren. 

Überlieferte und weitergegebene Wirkungen der ätherischen Öle und der Düfte haben mittlerer Weile auch in der modernen Medizin und in der Aromatherapie ihre Bestätigung gefunden. Ätherische Öle werden zur Schleimlösung eingesetzt oder um das zentrale Nervensystem nachhaltig zu stimulieren. Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit der ätherischen Öle.

Hier gibt es eine Übersicht über die beliebtesten Aromen. Ihre Wirkung in der Aromatherapie werden im folgenden text behandelt. Die Applikation der Öle für die Aromatherapie erfolgt dabei im idealen Fall mit einem Aroma Diffuser. Dieser vernebelt die empfindlichen Aromen durch die Ultraschalltechnik auf eine sehr schonende Weise. Im Gegensatz zu Duftkerzen findet die Vernebelung der Aromen bei tiefen temperaturen statt. Dies hilft die empfindlichen Aromen zu schützen und die Aromatherapie so effizient wie möglich zu gestalten.

Der Gewöhnungseffekt

An intensive Gerüche und Aromen gewöhnt sich die Nase schnell.PublicDomainPictures / Pixabay

Man kennt dieses AHA-Erlebnis, wenn man in einen Raum kommt, in dem ein tolles Aroma in der Luft liegt. Man genießt die Stimmung und nimmt den Duft in all seiner Stärke und Sinnlichkeit wahr. Ist das Gefühl nach einer Stunde noch genau so überwältigend? Nein, aus ganz normaler Erfahrung wissen wir, dass man sich über die Zeit an Gerüche und Aromen gewöhnt. Dies ist ein ganz normaler Schutz des Gehirns um sich vor Reizüberflutung zu schützen und sensibel zu bleiben, falls sich in der Umwelt geänderte oder neue Gerüche auftreten. Verlässt man den Raum und kommt nach einiger Zeit wieder hinein, so stellt sich das Aromaerlebnis erneut ein.

Was bedeutet das für unsere Aroma Diffuser und den Ansatz der Aromatherapie? Setzen Sie die Aromen mit Bedacht ein! Eine tägliche 24-Stunden Berieselung erhöht den Genuss nicht. Viel besser ist es, wenn man das Aroma mit bestimmten Pausen einsetzt. Eine clevere Alternative ist es, das Aromaöl in kürzeren Abständen im Aroma Diffuser  zu wechseln. Nach einem erfrischenden Zitrusöl könnte man beispielsweise auf ein Orangenöl wechseln, oder ganz nach Belieben Rosenöl oder andere kontrastierende Gerüche einsetzen. Zum einen kann man so die Düfte der eigenen Stimmung anpassen (Stichwort Aromatherapie) zum anderen bietet sich eine willkommene Abwechslung für die Nase.

Vanille – Aromaöl und ätherisches Öl

Vanilleschoten für die Herstellung von Vanillearoma

Vanilleschoten als Ausgangsstoff für Vanilleöl. ritual / Pixabay

Das Vanillearoma ist sehr bekannt und begegnet und tagtäglich in Lebensmitteln, ist aber auch ein zentraler Bestandteil der Aromatherapie. Als ätherisches Öl oder Duft öl entfaltet es eine starke Wirkung auf den Körper und die Seele. Untersuchungen haben ergeben, dass bei Wahrnehmung des Duftes eine beruhigende Wirkung eintritt. Tendenziell vorhandene Stimmungstieflagen oder sogar erste Anzeichen depressiver Verstimmung können damit recht gut kompensiert werden. Ein ideales Anwendungsfeld für die Aromatherapie! Da der Körper den Vanilleduft mit süßen Speisen und allgemein gesagt mit Energie assortiert, hilft der Vanilleduft körperliche Schwächephasen zu überbrücken. Der Körper aktiviert seine Zellen, der Geist wird zugänglicher für Außenreize. Letztlich wird dadurch auch die Phantasie und Kreativität angeregt, so dass der Duft von Vanille Lern- und Schaffungsprozesse unterstützen kann. Um einer Gewöhnung entgegenzuwirken, sollte das Aroma gezielt und sparsam eingesetzt werden.

Zusammenfassend also folgende Punkte für die Wirkung von Vanilleduft in der Aromatherapie:

  • Belebende Wirkung
  • Wirkt Stimmungsaufhellend und stimulierend
  • Aktivierung Körpereigener Reserven
  • Fördernd bei kreativen Prozessen
  • Unterstützung bei Lernprozessen

Mögliche Kombinationen mit: Zitrusduft, Rosen- und Blütendüften, Lavendel, Nelke, Nadelduft kombinieren, die Wirkungen der einzelnen Komponenten ergänzen sich.

Rosenöl – Aromaöl und ätherisches Öl

Rosenblütenblätter dienen als Ausgangsstoff für die Destillation von Rosenöl

Rosenblütenblätter dienen als Ausgangsstoff für die Destillation von Rosenöl. LoggaWiggler / Pixabay

Rosenöl zählt zu den bekanntesten floralen Düften. Es wurde schon vor Jahrhunderten destilliert und ist aufgrund seiner vielfältigen Wirkung bekannt und wird auch in der Aromatherapie verwendet. Es wird insbesondere im arabischen und fernöstlichen Raum als Aroma verschiedenen Süßspeisen zugegeben, findet aber auch aufgrund des betörenden Duftes in vielen Parfums Anwendung. Es hat eine komplexe Zusammensetzung und besteht aus etwa 400 Einzelbestandteilen. Es wirkt  auf das vegetative Nervensystem anregend. Die Wirkung reicht von Krampflösend, über stimmungsaufhellend, Lust fördernd, und Lebensbejahend.

Zusammenfassend können folgende Wirkungen dem Rosenduft zugeschrieben werden:

  • Belebende Wirkung, teilweise im Kombination mit anderen süßen Düften auch beruhigend
  • Wirkt Stimmungsaufhellend und stimulierend
  • Lust Fördernd, als Aphrodisiakum
  • Krampflösend
  • Aufheiternd
  • Schenkt Lebenskraft, Vertrauen und wirkt lebensbejahend

Lavendel – Aromaöl und ätherisches Öl

Echter Lavendel als Grundlage für Aromaöl. Hans / Pixabay

Bei der Ölherstellung kommt der Echte Lavendel zum Einsatz. Er ergibt ein hochwertiges und geruchsintensives Aromaöl un ätherisches Öl. Die Wirkung des Lavendels wird seit langer Zeit geschätzt und ist auch ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Aromatherapie. Zu den bestätigten Wirkungen zählen entspannende Wirkung des Duftes aber auch antibiotische- und antimykotische Wirkungen auf Bakterien und Schimmelpilze. Lavendelöl kann also dabei helfen, falls eine Empfindlichkeit gegenüber Schimmelpilzen besteht oder kann Infektionen positiv beeinflussen. Insbesondere bei Verneblung in der Raumluft ist ein positiver Wirkeffekt wahrscheinlich. Darüber hinaus wird die verbindende Eigenschaft des Lavendelduftes geschätzt. Durch Zusatz von Lavendelöl ist es möglich Düfte verschiedenster Ausprägung zu mischen und zu harmonisieren. Probieren Sie es selbst aus Orangenöl und Zimtöl harmonisieren bei der Vernebelung in einem Aroma Diffuser sehr viel besser, wenn man Lavendelöl zugibt.

Zusammenfassung der Wirkung des Lavendelöles in der Aromatherapie:

  • Beruhigende und angstlösende Wirkung
  • teilweise im Kombination mit anderen süßen Düften auch beruhigend
  • Verbindende Wirkung und Harmonisierung verschiedenster Duftkomponenten
  • Antibiotische Wirkung
  • Antimykotische Wirkung
  • Heilungsfördernd

Eukalyptus – Aromaöl und ätherisches Öl in der Aromatherapie

Koalabär auf einem Eukalyptusbaum. Die Blätter werden für die Gewinnung ätherischer Öle verwendet. MemoryCatcher / Pixabay

Für die Herstellung von Eukalyptusöl verwendet man die Blätter des Eukalyptusbaumes. Das ätherische Öl ist wie fast kein anderes in der Bevölkerung sehr bekannt und wird vor allem wegen seiner Heilkraft geschätzt. Es wirkt heilungsfördernd auf die Lungen und Atemwege und abschwellend auf Schleimhäute sowie schleimlösend.  Weiterhin hat es antibiotische Eigenschaften, die ihrerseits ebenfalls den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.

Weitgehend unbekannt ist, dass das Eukalyptusöl und dessen Duft eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bewirken kann. Ein idealer Kandidat also, um im Rahmen der Aromatherapie unterstützend bei Lernarbeiten oder anderen kopflastigen Beschäftigungen eingesetzt zu werden.

Der scharfe und teils medizinisch-aufdringliche Duft des Eukalyptusöl kann man sehr erfolgreich abmildern, wenn man das Öl in Kombination mit anderen ätherischen Ölen oder Duftölen einsetzt. Hierfür kann gerne auf die kombinatorische Wirkung des Lavendelöls zurückgreifen, das eine harmonische Kombination des Eukalyptusöls mit anderen Ölen fördert und erleichtert.

Unter diesem Tipp haben wir auf unseren Seiten gezeigt, wie man kostengünstig Eukalyptusöl in medizinischer Qualität beschaffen kann, das auch für die Aromatherapie tauglich ist.

Zusammenfassung der Wirkung des Eukalyptusöls

  • Desinfizierend
  • Heilungsfördernd bei Erkrankungen der Atemwege
  • Schleimlösend
  • Anschwellend auf Schleimhäute
  • Konzentrationssteigernd

Zitronenöl/Orangenöl – Aromaöl und ätherisches Öl

Zitrusfrüchte und deren Schalen sind die Basis für die Herstellung der Zitrus Aromaöle. cadfka27 / Pixabay

Für die Herstellung der Zitrusöle werden die Schalen der Früchte eingesetzt. Zitrusöle sind recht günstig zu erwerben und haben dennoch meist eine sehr hohe Qualität. Sie zählen zu den beliebtesten ätherischen Ölen und werden sowohl von der Lebensmittelindustrie als auch in der Kosmetik/Reinigungsbranche häufig eingesetzt. Der Zitrusduft allgemein hat eine belebende und erfrischende Wirkung. Es verstärkt den Drang zu Aktivität und kann wirksam helfen, den „inneren Schweinehund“ und die eigene Trägheit zu überwinden. Im Winter trägt der Duft durch neuronale Stimulation dazu bei, die Winter- und Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden und dieser entgegenzuwirken. Weiterhin kann das Zitrusöl desinfizierend wirken und wirkt positiv auf alle Heilungsprozesse des Körpers ein. Zitrusaromen steigern die Konzentrationsfähigkeit. Ein sehr positiver Aspekt ist weiterhin, dass der Duft stimmungsaufhellend und antidepressiv wirkt. Aufgrund dieser Beliebtheit und der vielfältigen Wirkungen wird das Zitrusöl gerne in der Aromatherapie verwendet. Hier eine Zusammenfassung der Wirkung der Zitrusöle:

  • Desinfizierend
  • Heilungsfördernd bei diversen Erkrankungen
  • Konzentrationsfördernd
  • Belebend und körperaktivierend
  • Antidepressive und stimmungsaufhellende Wirkung

Minze – Aromaöl und ätherisches Öl in der Aromatherapie

Minze. Die Blätter werden für die Herstellung ätherischer Öle und Aromaöle verwendet. strecosa / Pixabay

Für die Herstellung des Minzöls werden vornehmlich die Blätter der Pflanze verwendet, oft wird jedoch auch die gesamte Pflanze genutzt. Der Geschmack und der Duft der Minze sind frisch und sehr markant. Jeder kennt dieses Öl, es findet vielfach Verwendung und ist sehr beliebt. Wenig bekannt ist jedoch das breite Wirkspektrum der ätherischen Öle der Minze. Bei der direkten Anwendung als Öl, aber auch verdünnt als Suspension, kann es Schmerzen lindern und hat einen stark kühlenden Effekt. Der Geruch kann Kopfschmerzen lindern und wirkt belebend und erfrischend. Weiterhin hat der Geruch einen Appetit zügelnden Effekt und kann unterstützend bei Diäten innerhalb der Aromatherapie angewendet werden. Durch die aktivierenden  Eigenschaften kann die Abwehr des Körpers gestärkt werden.

Zusammenfassung der Wirkung des Minzöls in der Aromatherapie:

  • Desinfizierend
  • Schmerzlindernd, insbesondere bei Kopfschmmerzen
  • Konzentrationsfördernd
  • Kühlender Effekt
  • Appetitzügeld
  • Aktivierung der Abwehrkräfte